Die
Herkunft von Linux
Auf
dieser Seite geht es weniger um Details von Linux als um die Fragen, warum
es Linux überhaupt gibt, wie das System entwickelt wurde und warum
es frei ist. Dabei spielen GNU (´GNU is not Unix´) und die
FSF (Free Software Foundation) eine besondere Rolle.
Linux
ist ein sehr junges Betriebssystem. Die allerersten Kernel-Teile (Version
0.01) wurden von Linus Torvalds enzwickelt, der den Programmcode im September
1991 über das Internet freigab. In kürzester Zeit fanden sich
weltweit Programmierer, die an der Idee Intresse fanden und Erweiterungen
dazu programmierten: ein verbessertes System zur Dateiverwaltung, Treiber
für diverse Hardware-Komponenten, Zusatzprogramme wie den DOS-Emulator
etc. All diese Einzelkomponenten wurden ebenfalls kostenlos zur Verfügung
gestellt, das Gesamtsystem wuchs in atemberaubenden Geschwindigkeit. Art
und Weise, wie dieses neue Betriebssystem entstand, wäre ohne die
weltweit Kommunikation der Programmierer via Internet vollkommen unmöglich
gewesen.
Ein
wesentlicher Faktor dafür, daß Linux frei von den Rechten der
großen Software-Firmen ist und dennoch derart schnell entwickelt
werden konnte, liegt in der zu diesem Zeitpunkt schon frei verfügbaren
Software. Linux ist nicht aus dem Nichts aufgetaucht, wie das manachmal
fälschlich dargestellt wird, sondern baut auf einer breiten Basis
freier Software auf. Für die ersten Schritte was das freie eine praktische
Grundlage. So verwendeten die ersten Linux-Versionen noch das Dateisystem
von Minix.
In
Ihrer Bedeutung wohl noch wichtiger waren und sind die zahlreichen GNU-Programme.
GNU-Programme gibt es wesentlich länger als Linux. Schon bisher wurden
GNU-Programmeauf vielen Unix-Systemen als besserer Ersatz für diverse
Orginal-Komponenten verwendet - etwa der GNU-C-Compiler, der GNU-Emacs
(Texteditor), diverse GNU-Utilities wie find und grep etc. Sobald der Kernel
von Linux so weit entwickelt worden war, daß der GNU-C-Compiler darauf
zum Laufen gebracht werden konnte, stand praktisch mit einem Schlag die
gesamte Palette der GNU-Tools zur Verfügung. Aus dem bloßen
Kernel wurde also plötzlich ein recht vollständiges System, das
dann für eine noch größere Entwcklergemeinde zur einer
attraktiven Umgebung wurde.
GNU-Programme
sind ebenso wie Linux (unter gewissen Einschränkungen) frei kopierbar
- und zwar nicht nur als Binärprogramme, sondern mit sämtlichen
Codequellen. Das ermöglicht es allen GNU-Anwendern, die Programme
bei Problemen oder Fehlern selbst zu erweitern oder zu korrigieren. Aus
diesen Änderungen resultieren immer bessere und ausgereiftere Versionen
der diversen GNU-Programme. Nicht zuletzt aufgrund der freien Verfügbarkeit
des Programmcodes stellt der GNU-C-Compiler den Standart in der Unix-Welt
dar: Der Compiler ist praktisch auf jedem Unix-System verfügbar. Linux
selbst ist in diesem GNU-C-Compiler entstanden. Erst die Kombination aus
dem Kernel, den zahlreichen GNU-Komponenten, der Netzwerk-Software des
BSD-Unix, dem ebenfalls frei verfügbaren X Window System des MIT (Massachusetts
Institute of Technology) und dessen Portierung XFree86 für PCs mit
Intel-Prozessoren sowie zahlreiche weitere Programme wie der LATEX
machen die Linux-Distribution zu einem kompletten Unix-System.
Linux
ist natürlich nicht alleine Linus Torvalds zu verdanken (auch wenn
es ohne ihn Linux in seiner heutigen Form nicht gäbe). Hinter Linux
stehen vielmehr eine Menge engagierter Menschen, die seit Jahren in Ihrer
Freizeit freie Software produzieren.
Rechtliches
- Die General Public License
Linux
ist ´frei´ - aber was bedeutet das eigentlich ? Oft wird frei
mit kostenlos verwechselt. Es stimmt zwar, daß Linux auch kostenlos
verfügbar ist (zumindestens über das Internet); ´frei´
bezieht sich aber auch und vor allem auf die Verfügbarkeit des gesamten
Quellcodes. Damit sind gewisse Komplikationen verbunden: Was passiert,
wenn eine Firma den Linux-Code verwendet, in einigen Produkten erweitert
und das System anschließend verkauft? Auch das ist erlaubt, allerdings
unter einer Einschränkung: Der Programmcode des neuen System muß
abermals frei verfügbar sein. Diese Regelung stellt sicher, daß
Erweiterungen am System allen Anwendern zugute kommen.
Ziel
der Entwickler von GNU und Linux war es also, ein System zu schaffen, dessen
Quellen frei verfügbar sind und es auch bleiben: Um einen Mißbrauch
auszuschließen, ist Software, die im Sinne von GNU entwickelt wurde
und wird, durch die General Public License (GPL) geschützt. Hinter
der GPL steht due Free Software Foundation (FSF). Diese Organisation wurde
von Richard Stallmann (dem Autor von Emacs) gegründet, um qualitatiy
hochwertige Software frei verfügbar zu machen.
Die
Kernaussage der GPL liegt darin, daß zwar jeder Code verändern
und sogar die resultierenden Programme verkaufen darf, daß aber gleichzeitig
der Anwender/Käufer das Recht auf den volständigen Code hat,
diesen ebenfalls verändern und wieder kostenlos weitergeben darf.
Jedes GNU-Programm muß zusammen mit der vollständigen GPL weitergegeben
werden. Durch die GPL geschützte Software ist also nicht mit Public
Domian Software zu verwechseln, die volkommen ungeschützt ist
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